21. Mai 2015

Auszeichnung für Rechts gegen Rechts

Spendenlauf Wunsiedel

Mit einem Sonderpreis würdigte der Vorstand des Deutschen Fundraising Verbandes (DFRV) in diesem Jahr die Aktion „Rechts-gegen-Rechts – Der unfreiwilligste Spendenlauf Deutschlands“. Die Organisatoren der Aktion hatten eine Demonstration Rechtsradikaler mit einer originellen Spendensammlung ins Gegenteil verkehrt. „Fundraising soll helfen, eine bessere Welt zu schaffen. Dazu gehört, Zeichen zu setzen – hier gegen das Erstarken rechtsextremer Denkweisen. Kreativer und aktueller lässt sich Fundraising nicht umsetzen“, erläutert Dr. Martin Dodenhoeft, Vorsitzender des DFRV. „Die Auszeichnung und damit die Anerkennung unserer Arbeit und des generellen Ansatzes der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH freut uns und bestärkt uns darin, unser Engagement für Freiheit und Würde aller Menschen weiterhin entschlossen zu verfolgen“, kommentiert Dr. Bernd Wagner, Geschäftsführer der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH die Preisvergabe.

“Trauermarsch” wird zum Spendenlauf

Am 15. November 2014 hatte die Aktion „Rechts-gegen-Rechts“ den im oberfränkischen Wunsiedel stattfindenden „Trauermarsch“ einer rechtsextremistischen Organisation kurzerhand in einen Spendenlauf verwandelt. Für jeden Meter, den die Neonazis hinter sich ließen, spendeten Wunsiedeler Bürgerinnen und Bürger sowie viele weitere Fans der Aktion 10 Euro an die Organisation „EXIT-Deutschland“.

Über 10 000 Euro kamen dabei zusammen. Der Clou: „EXIT-Deutschland“ hilft Neonazis beim Ausstieg aus der rechten Szene. Ein Fakt, den die Lauf-Teilnehmer erst erfuhren, als sie bereits unterwegs waren: durch bunte Plakate mit augenzwinkernden Slogans („Wenn das der Führer wüsste!“), welche „Rechts-gegen-Rechts“ an der Marschroute aufgestellt hatte.

„Humor ist, wie man an dieser wunderbaren Aktion sieht, eine wirksame Antwort auf rechte Parolen. Selbst der merkwürdige sogenannte Trauermarsch ewig Gestriger kann noch in etwas Gutes umgemünzt werden“, erklärt Dr. Martin Dodenhoeft. Mit dem Sonderpreis will der DFRV in diesem Sinne ein deutliches Zeichen setzen.

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Bekanntgabe und Preisverleihung

Überreicht wurde der Preis auf dem Deutschen Fundraising Kongress, am 21. Mai in Berlin. Neben dem Sonderpreis des Vorstandes wurde noch einen Jurypreis vergeben.

Für die Bekanntgabe des Sonderpreises wurde mit Bedacht der 27. Januar ausgewählt, den 2005 die Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärten. Das Datum ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung der drei Konzentrationslager Auschwitz, Auschwitz-Birkenau und Auschwitz-Monowitz.

Weitere Preise und Nominierungen

„Mehr“:http://www.exit-deutschland.de/exit/?c=preise

Quelle

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