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Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus (ASTIU)

 

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       Neue Broschüre erschienen

 

"Ich lebe nur für Allah"
Argumente und Anziehungskraft des Salafismus

Foto: AYPA                                                                                              mehr Informationen >>>

 

Arbeitsansatz

In den letzten Jahren hat sich die islamistische Organisationslandschaft in der Bundesrepublik erheblich ausdifferenziert. Das betrifft vor allem das legalistische Spektrum, in dem zwar keine Gewalt propagiert jedoch die ideologischen Grundlagen gelegt werden. Die Religion wird hier für gesellschaftliche und politische Ziele benutzt. Deshalb ist eine gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung mit dieser Ideologie im Kontext ihres Verhältnisses zur Demokratie und den universellen Menschenrechten unabdingbar. Dabei geht es nicht um den Islam als Religion. Die islamistische Ideologie beruht auf speziellen Interpretationen des Islam, der nur eine deutliche Minderheit der Muslime folgen.

Hier den Überblick zu behalten und auch die Kompetenz zu entwickeln, zwischen konservativ religiösem oder traditionellem Agieren und islamistischer, die Demokratie zumindest in Teilen angreifender Ideologie zu differenzieren, bedarf einer ständigen und intensiven Auseinandersetzung. Dazu gehört eine Analyse der einzelnen Strukturen und Netzwerke, der Bündnisse und internen Machtkämpfe, sowie das Studium der Schriften und Quellen der jeweiligen Gruppe, ihre Arbeit vor Ort, ihre Argumentationen nach innen sowie nach außen, propagierte Feindbilder und Feindgruppen, sowie die Einschätzung ihrer Relevanz und ihres Vermögens, Menschen an sich binden zu können.
 

Um Handlungsstrategien zu entwickeln, Ängste und Vorurteile abzubauen und den propagierten antidemokratischen Weltsichten auch argumentativ begegnen zu können, bedarf es angesichts der hier skizzierten Komplexität fachlicher Unterstützung.

Diese bietet die ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH sowohl Privatpersonen und Familien an, als auch zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kommunen und Politik.

 

Projekt

Seit Juli 2010 führt die „Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus“ (AStIU) im ZDK Berlin Träger das vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekt Demokratie stärken - Auseinandersetzung mit Islamismus und Ultranationalismus durch.

Mit dem Projekt verfolgen wir 3 Ziele:

1. Analyse islamistischer und ultranationalistischer Ideologien sowie Bereitstellung und Vermittlung von Informationen zu aktuellen Entwicklungen.

2. Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützung kommunaler Stellen und Einrichtungen, die islamistischen und ultranationalistischen Tendenzen entgegenwirken wollen. Wichtiger Bestandteil ist hier die Etablierung, Information und Sensibilisierung von lokalen Netzwerken — insbesondere unter Einbeziehung muslimischer und anderer migrantischer Partnerorganisationen.

3. Entwicklung und Durchführung von Veranstaltungen wie Workshops und Dialogveranstaltungen sowie Fortbildungen im kommunalen Raum.

Auf diese Weise sollen vor allem Kommunen in die Lage versetzt werden, demokratiegefährdenden Organisationen und Ideologien aktiv und vor Ort begegnen zu können. Insbesondere sollen Jugendlichen, die von islamistischen oder (türkischen) ultranationalistischen Ideologien und Organisationen angezogen werden, demokratische Alternativen aufgezeigt und eröffnet werden. Zurzeit konzentrieren sich die Tätigkeiten der Arbeitsstelle dabei modellhaft auf den Berliner Bezirk Neukölln und das Bundesland Bayern.

Hinzu kommt die individuelle Beratung von Betroffenen: So können z.B. Angehörige wichtige Partner sein, wenn es darum geht, auf Jugendliche einzuwirken, die sich radikalisieren.

 

Kontakt

ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH

Thaerstr. 17 | 10249 Berlin

Telefon: 030 - 420 18 042

info@zentrum-demokratische-kultur.de

Ansprechpartner: Claudia Dantschke, 0177-3038553