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Marxismus-Leninismus

Der Marxismus-Leninismus ist das herrschaftlich durch die sowjwetistischen kommunistischen Parteien kanonisierte ideologische Fundament bolschewistischer Politiken in verschienenen Perioden nach der Oktoberrevolution im Jahr 1917. Sie ist damit eine Variante kommunistischer Ideologie, allerdings die welthistorisch bedeutsamste. Er ist engstens verwandt mit dem Trotzkismus, der zwar bekämft wurde und dem Maoismus, der aus dem Marxismus-Leninismus hervorging und zuletzt im "sozialistischen Lager"als Häresie angesehen wurde.

Ihr Kern lag in der Sowjetunion und in ihrem Satellitengebiet des "realen Sozialismus", wie ihn die SED, die deutsche Sektion zuletzt nannte. Der Leninismus ist die Ideologie der Diktatur der Bolschwewiki und die taktische Erfindung des Nachfolgers Lenins J.W.Stalin, der mit der Kanonisierung Lenins ein Kernelement seiner persönlichen Herrschaft und des sowjetischen Imperialsmus geschaffen hat und diese legitimierte.

Der ML hat verschiedene grundlegende und politisch-operative Theorien hervorgebracht, die sämtlich totalitäre Herrschaftspraktiken im Namen der Menschheit und ihrer Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung begründeten und legitimierten. Freiheit und Würde als Rechtsrahmen des politsch freien Individuums und die Menschenrechte erlangten nur dort Bedeutung wo es dem pragmatischen Geist der Eliten von bolschwistischen Kampftrupps der Arbeiterklasse. ml - Parteien, entsprach. Jähe Wendungen waren nicht ausgeschlossen.

Mit dem Stalinismus, einer besonders Mord und Grausamkeit förderlichen Ideologielandschaft, die führerfixiert, ethnopluralistisch und klassenselektiv die Tötung zu revolutionären Hauptmethode erhob, wurde eine industrielle Revolution bewirkt und der brutalste und größte Krieg der Menschheitgeschichte gewonnen. Millionen fanden den Tod. Systematische Verbrechen und Lager waren Ausweise bolschwistischer Macht und persönlichen Wahns.  Manche heutigen Kommunisten trauern dem Stalinismus hinterher und kultivieren spezifische orthodoxe Varianten des ML, andere gehen moderatere Wege, von den ersteren als Revisionisten bezeichnet, weil sie die angeblich reine Lehre verlassen haben.

Der ML ist als Kampfinstrument eher eine Religion denn eine politische Theorie und Weltanschauung, wenngleich wissenschaftliche Elemente im theoretischen Gebäude Platz besitzen. Der ML beruft sich auf Karl Marx und Friedrich Engels, den dialektischen und historischen Materialismus, die politische Ökonomie des Kapitalismus und den wissenschaftlichen Kommunismus (Drei Bestandteile).

Beispiele:

Orthodoxe Kommunisten und Stalinisten

  • Deutsche Kommunistische Partei (DKP) | Unsere Zeit (UZ) | aktuell

  • Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) | Die Rote Fahne                                                         1990 in der DDR aus Teilen der SED gegründet. Vorsitzender ist Dieter Rolle (bis 2006 Werner Schleese). Bestandteil des Ideologiespektrums ist auch Chuch'e (Freundeskreis).

  • Kommunistischer Jugendverband Deutschland (KJVD) | Der Jungkommunist                        Besteht seit 2003 und ist der Jugendverband der KPD. Vorsitzender ist Vorsitzender Torsten Schöwitz. Die historische Mission bestehe in der Errichtung des Sozialismus als Erfordernis der Epoche des Übergangs vom Imperialismus zum Sozialismus, d.h.die "Eroberung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten auf revolutionär-demokratischer Grundlage". Es geht ihm um die "Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen" über die Schaffung von "Volkseigentum".

  • Kommunistisches Aktionsbündnis Dresden (KAD)

  • Kommunistische Partei Deutschlands (Bolschewiki) - KPD (B)|Ernst-Thälmann-Verlag              Die "Partei" wurde 2005 gegründet. Ihr Sitz ist in Berlin. Vorsitzender ist derzeit Michael Geipel. Sie sieht sich von ihrer "Mutterpartei", der 1990 in der DDR aus Teilen der SED gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) wegen ihres bolschewistischen Bekenntnisses verstoßen. Sie sieht in der Kritik an Stalin antikommunistischen Hass und tritt dagegen auf. Zugleich will sie als Paradox  Aktionseinheits- und Bündnispolitik betreiben und beruft sich auf die bolschewismus-kritische Rosa Luxemburg. Das Zentralorgan ist die Zeitung "Trotz Alledem". Sie tritt gegen den XX.Parteitag der KPdSU und die Perestroika auf und bezichtigt diese Politiken des Revisionismus, des Verrats und der Zerschlagung der Sowjetunion und des Sozialismus und des sozialistischen Lagers. Als letzte große Renegaten gelten ihr Michael Gorbatschow und Alexander Jakowlew.

  • Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten (KPD/ML) | Roter Stern

  • Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) | Rote Fahne

  • Organisation für den Aufbau einer kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands | arbeit-zukunft                                                                                                                                                        Gegründet 2002 aus ehemaligen Mitgliedern der KPD/ML und der MLPD.

  • Zeitschrift RotFuchs und RotFuchs - Förderverein e.V. 2001 gegründet, vertritt der Verein den Marxismus-Leninismus, den "wissenschaftlichen Sozialismus von Marx, Engels und Lenin in Theorie und Praxis". Es soll eine "soziale Ordnung, die nur im Ergebnis unablässiger Klassen- und Massen-kämpfe erstritten werden". "Ihre Voraussetzungen sind die politische Macht der durch das Kapital Ausgebeuteten und das gesellschaftliche Eigentum an den wichtigsten Produktionsmitteln."  Die DDR bleibt "das gute Deutschland – nicht, weil sie ohne Fehl und Tadel gewesen wäre, sondern weil sie den Bourgeois und Baronen für 40 Jahre Macht und Eigentum entzog. Und: Weil sie den Frieden in Europa sichern half." Und: "Versagt haben wir aber nicht, wenn wir diesen (ML) richtig angewendet haben, sondern wenn wir von ihm abgewichen sind!" Die Zeitschrift wurde 1998 gegründet.

  • Kurt Gossweiler|Bücher von Kurt Gossweiler