Zentrum Demokratische Kultur
Wer wir sind Das Zentrum Demokratische Kultur (ZDK) befasst sich mit allen Fragen der Gefährdung der demokratischen Kultur besonders durch unterschiedliche extremistische Phänomene. Langjährige Erfahrungen liegen in den Bereichen Rechtsextremismus und Islamismus vor. Auch Sekten, Fragen der Gewalt, Satanismus, linksextreme Erscheinungen und Ideologieformen wie Rassismus und Antisemitismus gehören zu unseren Themenbereichen.
Das ZDK legt seine Schwerpunkte nicht nur auf die Analyse der obigen Phänomenwelten, sondern strebt in seiner Bildungs- und Beratungsarbeit die Entwicklung und Stärkung von Handlungsstrategien an. Ziele sind die Stärkung und Verankerung einer demokratischen Kultur, ihre qualitative Fortentwicklung und ihre Sicherung gegen die Feinde der Demokratie.
Die ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur ist eine staatlich unabhängige gemeinnützige Gesellschaft. Sie versteht sich als parteipolitisch und konfessionell ungebunden, als ein aktiver Teil der demokratischen Zivilgesellschaft und allein den Werten und Ideen einer humanistisch-orientierten Demokratie verpflichtet.
Arbeitsansatz Der Projektbereich Community Coaching im Zentrum Demokratische Kultur (ZDK), der seit 1999 existiert, versteht sich als ein Angebot an Kommunen mit all ihren Akteuren, Prozesse der Demokratisierung anzuregen, zu begleiten und zu stärken. Die Besonderheit von Comunity Coaching gegenüber anderen Beratungsansätzen besteht in einer professionellen Analyse der kommunalen Situation, die mit einer Studie dokumentiert wird. Vorrangiges Prinzip von Community Coaching ist die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse, zivilgesellschaftlicher Praxis und Politikberatung. Im Zentrum des Konzeptes stehen die Analyse von Demokratiegefährdungen mittels wissenschaftlicher Methoden und die daran anschließende Arbeit basierend auf den analytischen Erkenntnissen.
Das ZDK versteht sich als ein externer Partner der örtlich Engagierten; die Stärke dabei ist die Expertise und die Rolle als fachkompetenter Partner von außen. Externe Unterstützung ist für das ZDK kein kurzfristiger oder rein ergebnisorientierter Einschnitt, sondern ein gemeinsamer Prozess, bei dem die relevanten Schlüsselsituationen für die kommunale Demokratieentwicklung definiert und an ihnen nachhaltige Veränderungsperspektiven aufgezeigt werden. Durch Community Coaching werden Kommunen und die dort tätigen Initiativen und Institutionen dabei begleitet, selbst langfristige Handlungskonzepte zu entwickeln. Demokratie gefährdenden Bestrebungen soll so entgegengewirkt werden, um ein aktives demokratisches Gemeinwesen zu sichern und zu entwickeln. Unterstützung bei der Vernetzung, Fortbildung und Training sind ebenfalls Bestandteile von Community Coaching.
Von den Analysen der lokalen Situation zur Existenz antidemokratischer bzw. Demokratie gefährdender Phänomene und dem Aufzeigen von Möglichkeiten der demokratischen Intervention versprechen wir uns:
Anregung einer Diskussion über Demokratie gefährdende, antidemokratische Phänomene
im Bezirk
Abgleich der unterschiedlichen Wahrnehmungen
Formulierung von realistischen Handlungsoptionen für die Engagierten/mit den Engagierten
vor Ort
im Folgeschritt sollen die Akteure durch das Community Coaching begleitet und
gecoacht werden (können)
Die wissenschaftliche Basis der eigenen Erkenntnisse ermöglicht ein hohes Maß an Seriosität in der Praxis von Diskursförderung, Beratung und modellhafter Projektbegleitung. Sie ist das wesentliche Kennzeichen, wie das ZDK auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren bzw. in demokratierelevanten Konflikten intervenieren kann. Strategien bzw. Handlungsschritte, die sich aus den Erkenntnissen der Kommunalanalyse bzw. aus der darauf folgenden Diskussion ergeben, können in einem Empfehlungskatalog (für spezifische Handlungsfelder), lokalen Aktionsplänen oder einem kommunalen Handlungskonzept zusammenfließen.
Angebote
Der Ansatz des Bereiches "Community Coaching" ist nicht statisch ausgerichtet, sondern orientiert sich flexibel an den Bedürfnissen der Kommune. Er kann in Größe, Ansatz und Umfang variiert werden und muss auch die eigenen Arbeitskapazitäten beachten. Der erste Schritt unsererseits ist immer die exakte Klärung des Anliegens und der Bedürfnisse. Das ZDK unterbreitet daraufhin Vorschläge und Angebote. Typische Beispiele dafür sind:
a) Durchführung von Analysen
Kommunalanalysen sind wissenschaftliche Analysen zu den konkreten Stärken und Schwächen der lokalen demokratischen Kultur in der Kommune. Sie bieten eine qualifizierte Übersicht über Handlungsoptionen und -notwendigkeiten und sind somit die ideale Basis für ein nachhaltiges Konzept der kommunalen Auseinandersetzung mit rechtsextremen Phänomenen.
b) Aktionspläne und Problemaufrisse
Für kleinere Kommunen und zivilgesellschaftliche Partner bietet das ZDK auch die Durchführung von kleineren Problemaufrissen oder Aktionsplänen an. Diese umfassen Teilaspekte der Kommunalanalyse und dienen in der Regel eher dazu, Diskussionen anzuregen, besondere Problemzonen zu analysieren oder kleinere Handlungsempfehlungen zu geben.
c) Begleitung von Projekten
Zu den Tätigkeitsbereichen gehört auch die Begleitung von Projekten entsprechend des Themenspektrums. Das können Initiativen sein wie Einzelprojekte oder Projektgruppen zu besonderen Problemfällen zum Beispiel im der Bereich Jugendarbeit, in der Schule, der Zivilgesellschaft etc.
d) Fortbildungen
Im Laufe der letzten Jahre ist es gelungen, ein breites Repertoire spezifischer Fortbildungen zum Thema "Rechtsextremismus und Möglichkeiten der Intervention" anzubieten. Zu den derzeitigen Zielgruppen, für die das ZDK Angebote erarbeitet hat, gehören: LehrerInnen, Eltern, Schüler ab Klasse 5/6, der Bereich der Jugendarbeit, zivilgesellschaftliche Initiativen, Kirchengemeinden, JustizvollzugsbeamteInnen, Basisparteiorganisationen, StudentInnen, WissenschaftlerInnen, PolizistInnen, GewerkschafterInnen, Auszubildende und WirtschaftsvertreterInnen. Für neue Zielgruppen ist das ZDK natürlich aufgeschlossen. Vereinzelt fließen in diese Fortbildungen auch Trainingselemente aus der antirassistischen Bildungsarbeit mit ein. Dazu gehören sowohl Argumentationstrainings, Rollenspiele als auch Elemente anderer Demokratie fördernder Übungsbereiche.
e) Beratung und Coaching
Zum Community Coaching gehören Beratung und Coachingprozesse zu den grundlegenden Basisangeboten des Projektbereichs. Der Kontakt kann über Telefon, E-mail, Fax oder persönliche Ansprache erfolgen. Nachfragen sind ausdrücklich erwünscht.
Kosten / Preise
Die Preise für die Leistungen des Zentrums Demokratische Kultur richten sich nach dem Charakter und dem Aufwand des Auftrages. Wir beraten Sie gerne bei der Suche nach möglichen Finanzierungsquellen. Es gibt verschiedene staatliche Programme und Budgets und Unterstützung von Stiftungen.